In diesem Blogpost geben wir dir Tipps, wie und wo du am besten Steinpilze finden kannst. Steinpilze stehen bei Top Restaurants und Gourmets hoch im Kurs. Kilopreise von bis zu 40€ sind in Delikatessen- Läden oder Märkten keine Seltenheit. Kein Wunder also, dass mehr und mehr Menschen sich auf die Suche begeben und die edlen Steinpilze finden wollen. 

Steinpilze finden im Nadelwald

Jedes Jahr im Herbst entsteht ein regelrechter Hype um die Steinpilze. Und auch wenn sich das jetzt spießig anhört, aber wir gehen auch regelmäßig auf “Jagd” und versuchen die leckeren Steinpilze zu finden. Natürlich nur so viel, dass unser Eigenbedarf gedeckt ist. Denn was gibt es Schöneres als morgens durch den Wald zu spazieren, abseits der Wege und die Natur und frische Luft zu genießen. Mit etwas Glück kannst du ein paar Steinpilze finden, die du dir dann zu Hause frisch zubereiten kannst. Wir finden, das klingt nach einem perfekten Start in den Tag.

Steinpilze finden – Wann ist die Pilzsaison

Jedes Jahr, wenn sich der Sommer dem Ende neigt und die Temperaturen kühler werden, steht der Herbst in den Startlöchern. Neben bunten Laubwäldern die von gelb über orange bis hin zu feuerrot leuchten, bringt diese Jahreszeit noch ein weiteres Naturschauspiel mit sich. Die Pilzsaison beginnt! Und so wie die Pilze aus dem Boden schießen, so sind auch die Wälder voll mit lauter Pilzsammlern. Und ein Pilz steht ganz oben auf der Liste. Der Steinpilz!

Steinpilze finden im Laubwald

Man kann nie genau sagen, wann die Pilzsaison beginnt, denn diese ist abhängig von vielen Faktoren. Die Witterung und das Klima spielen eine sehr große Rolle für eine erfolgreiche Pilzsaison. Aber eins ist sicher, Steinpilze lieben es feucht. Wir haben es  selbst schon erlebt. Im einen Jahr konnten wir richtig viele Steinpilze finden. Fast täglich waren wir unterwegs und konnten unseren Beutel füllen. Und im nächsten Jahr fanden wir nicht einen einzigen Pilz. Im darauffolgenden Jahr gab es dann wieder Steinpilze im Überfluss. Das Klima in den Monaten davor hat einen großen Einfluss darauf, ob man viele oder wenige Steinpilze finden kann. War es z.B. zu trocken, zu nass oder zu kalt, wird die Pilz Ausbeute geringer, oder sogar richtig schlecht ausfallen.

Grundsätzlich fängt die Pilzsaison schon im Mai/Juni an. Stimmt die Witterung, können dann schon Sommer-Steinpilze aus dem Boden sprießen. Die Saison dauert dann bis November oder noch länger. Aber sobald der erste Frost kommt, wirst du keine weiteren Steinpilze finden.

Die besten Stellen für Steinpilze – In welchem Wald kannst du die meisten Steinpilze finden

Eines vorweg: Kein Pilzsammler wird dir seine Stellen verraten, wo du am besten Steinpilze finden kannst. Die geheimen Stellen werden wie gute Familiengeheimnisse gehütet. Und auch in diesem Artikel wirst du keine konkrete Stelle erfahren.

Herbstwald Steinpilze finden

Du solltest dir vorher überlegen in welchen Wald du auf die Suche gehen willst. Denn Steinpilze wachsen nicht überall. Ob Laub- oder Nadelwald, beides gibt es zur Genüge. Wir gehen meist in Fichtenwälder. Hier ist der Boden mit Nadeln oder Moos bedeckt. So lassen sich die Steinpilze besser entdecken als im vom Laub übersäten Boden. Aber auch im Buchenwald lassen sich Steinpilze finden.

Die meisten Steinpilze wachsen in direkter Nähe von Bäumen (Fichten, Buchen). Denn die Pilze leben in einer Symbiose mit diesen Bäumen.

Was den Wald angeht, gibt es viele Theorien wo du am besten Steinpilze finden kannst. So schwört z.B. ein Freund von uns auf “mittelalte” Fichtenwälder, die nicht zu sehr im Hang stehen. Soll heißen, dass die Bäume nicht zu alt (zu groß) aber auch nicht zu jung (zu klein) sein sollten. Bei Moos bedeckten Stellen solltest du genauer hinschauen. Da sich hier die Feuchtigkeit besonders gut speichert. Es heißt auch, wenn viel totes Holz auf dem Boden liegt ist das ein gutes Zeichen. Und entdeckst du einen Fliegenpilz, halte deine Augen offen. Denn in der Nähe von Fliegenpilzen kannst du auch oft Steinpilze finden. 

Frische Steinpilze finden

Tipp: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Am besten gehst du schon früh morgens auf Pilzsuche. Sonst findest du nur noch das was die anderen übrig gelassen haben. Viele Pilzsammler sind schon vor dem Sonnenaufgang unterwegs.

Ein negatives Anzeichen hingegen sind Brennnessel und Spinnkraut. Diese Stellen solltest du meiden. Hier wirst du wahrscheinlich keine Steinpilze finden können.

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Steinpilze finden - Doch wie erkenne ich einen Steinpilz

Mit ein bisschen Erfahrung sind Steinpilze unverwechselbar. Aber gerade am Anfang kann es schwer fallen die Pilze voneinander zu unterscheiden. Der typische Steinpilz hat folgende Merkmale:

  • Der Hut der Steinpilze ist zwischen 5 – 40 cm breit. Die Farbe ist bei ganz jungen Exemplaren weißlich bis hellbraun und wird mit zunehmenden Alter dunkelbraun. Die Haut ist glatt und bei feuchter Witterung schmierig.
  • Der Stiel ist weiß bis grau braun und leicht keulenförmig. Auf dem Stiel ist ein feines weißes Netzgeflecht. Zum Hut hin verjüngt sich der Stiel, welcher 5 – 25 cm lang ist.
  • Unter dem Hut hat der Steinpilz keine Lamellen. Dort sitzen feine Röhren die einem Schwamm ähneln. Auch hier ist dieser Schwamm bei ganz jungen Steinpilzen weiß und wird zunehmend gelb bis hin zu olivgrün. Ist der Schwamm bereits dunkelgelb oder olivgrün schneidest du diesen am besten weg.
  • Das feste Steinpilz Fleisch ist weiß bis beige. Dieses kannst du sehr gut beim Querschnitt erkennen. 
  • Der Geschmack der Steinpilze ist leicht nussig. Sie duften wunderbar nach Wald und Pilz.
Steinpilze finden

Steinpilze abschneiden oder herausdrehen?

Bist du auf deiner Suche durch den Wald fündig geworden und hast einen Steinpilz entdeckt, geht es nun an das “ernten”. Hier scheiden sich die Geister wie man die Steinpilze richtig aus dem Waldboden holt. Die einen sagen man solle die Pilze abschneiden, die anderen sagen man solle sie herausdrehen.

Beim Abschneiden des Pilzes ist es wichtig, dass du den Schnitt so tief wie möglich ansetzt. Eventuell sogar den Pilz etwas “freischaufeln”. Die offene Schnittstelle die im Boden ist, solltest du wieder mit etwas Erde bedecken. So verwischst du deine Spuren und andere Pilzsammler finden deine Stellen nicht ;). 

Beim Herausdrehen packst du den Pilz so tief wie möglich und versuchst ihn mit einer Drehbewegung vorsichtig aus dem Boden zu heben. Du kannst dein Messer zur Hilfe nehmen und es wie eine Art hebel benutzen. Auch hier ist es sinnvoll das entstandene Loch wieder mit Waldboden zu bedecken. So versteckst du deine Fundstelle und das restliche Pilzgeflecht wird vor dem austrocknen geschützt.

Ob du dich fürs Abschneiden oder Herausdrehen entscheidest, liegt an dir. Wichtig ist aber bitte immer nur die Pilze zu ernten, die du auch wirklich zubereiten willst.

Steinpilze finden – das richtige Equipment

Um Steinpilze zu sammeln brauchst du nicht viel. Dennoch ist es wichtig das richtige Equipment dabei zu haben. Du solltest auf jeden Fall immer ein scharfes Pilzmesser* dabei haben. Hiermit kannst du die Pilze sauber abschneiden, aus dem Boden aushebeln und vor Ort schon unschöne Stellen rausschneiden. Um deine erfolgreiche Ernte dann sicher nach Hause zu bekommen, empfiehlt sich ein kleines Holzkörbchen*. Alternativ kannst du eine Stofftasche verwenden. Aber niemals solltest du deinen wertvollen Fund in einer Plastiktüte transportieren, da die Pilze hier zu schnell matschig werden. Es macht auch Sinn eine Pilzbürste* direkt dabei zu haben. Damit kannst du den Pilz schon vor Ort vom groben Schmutz, Schnecken und Würmern befreien.

Steinpilze finden im herbst

Gerade am Anfang empfiehlt es sich ein Buch* zur Pilzbestimmung dabei zu haben.  Oft sind es nur Kleinigkeiten die einen Speisepilz von einem Giftpilz unterscheiden. Hier ist höchste Vorsicht geboten und du solltest auch nur wirklich den Pilz mitnehmen bei dem du dir zu 100% sicher bist.

Steinpilze finden – Vorschriften und Regeln

Auch was das Pilze sammeln angeht, gilt es einige Vorschriften und Regeln zu beachten. Diese dienen hauptsächlich dem Naturschutz und dass das komplexe Ökosystem des Waldes nicht zerstört wird. So gibt es z.B. Mengen die pro Pilzsammler nicht überschritten werden dürfen. Diese Menge richtet sich nach dem Eigenbedarf und entsprechen 2kg pro Pilzsammler, pro Tag. Überschreitest du diese Mengen, kannst du ein saftiges Bußgeld erwarten. Du solltest auch darauf achten, in welchem Wald das Pilze sammeln erlaubt ist. In manchen Wäldern ist es dir untersagt die Wege zu verlassen und in den Wald zu gehen. Im Nationalpark Eifel und in Naturschutzgebieten ist es komplett untersagt Pilze zu sammeln.

Um den Bestand der Pilze zu schonen ist es auch wichtig dass du wirklich nur die Pilze mitnimmst, bei denen du dir zu 100% sicher bist, dass dieser essbar ist und du ihn zubereiten wirst. Bitte nicht einfach alle Pilze sammeln und hinterher aussortieren. Beim Ernten der Pilze bitte immer darauf achten, dass du sie möglichst weit unten abschneidest oder korrekt herausdrehst. Verhalte dich im Wald immer ruhig und lasse keinen Müll liegen. Wenn wir uns alle an diese kleinen Regeln halten werden wir noch lange Freude in unseren Wäldern haben, und leckere Steinpilze finden können.

Andere Pilze

Willst du einen schönen Waldspaziergang machen und nach Pilzen Ausschau halten, solltest du nicht nur nach Steinpilzen suchen. Es gibt noch viele andere leckere Speisepilze. Maronenröhrlinge, Hallimasch, Parasol, Pfifferlinge, Rotkappen, und Morcheln, um nur einige zu nennen. Darum ist es auch immer sinnvoll ein Pilzbuch* dabei zu haben. Egal was für Pilze du sammeln und dir zubereiten willst, sei dir immer absolut sicher dass du den Richtigen hast. Solltest du dir nicht zu 100% sicher sein, lass den Pilz im Wald stehen. Er bietet Nahrung für andere Lebewesen und ist ein wichtiger Teil des Ökosystems.

Pilze im Wald
Pilze im Wald finden

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Aufbewahrung, Lagerung, Zubereitung

War deine “Pilzjagd” erfolgreich, geht es nun an die Verarbeitung dieses edlen Produkts. Als erstes musst du die Pilze putzen und von unschönen Stellen befreien. Das “Putzen” erfolgt nur mit einer Bürste* oder Pinsel und ohne Wasser. Dazu bürstest du einfach den groben Dreck sowie Tannennadeln, Erde oder Insekten ab. Sind deine Pilze von Dreck und unschönen Stellen befreit, geht es ans Schneiden. Wie du deine Pilze schneidest, hängt von der Weiterverarbeitung ab. Willst du die Pilze direkt zubereiten, kannst du sie würfeln oder in Scheiben schneiden.

Pilze trocknen

  • Um die Pilze an der Luft zu trocknen schneidest du sie in dünne gleichmäßige Scheiben. Dann kannst du sie entweder auf eine dünne Schnur auffädeln und aufhängen, oder auf ein Gitterrost legen. Achte darauf, dass die Pilzscheiben genügend Abstand voneinander haben. 
  • Im Backofen lassen sich Pilze auch gut trocknen. Die dünnen Scheiben nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Rost legen und 3 Stunden bei 40°C bis 50°C Umluft im Ofen lassen. Wichtig ist, dass du die Backofentür einen kleinen Spalt offen lässt. Klemme dazu einfach einen Holzlöffel oder ein Geschirrtuch zwischen die Tür. Außerdem solltest du die Pilze regelmäßig wenden.
  • Die dritte Variante um die Pilze zu trocknen, ist das Trocknen mit einem Dörrgerät*. Hier bleiben die Pilzscheiben bei 50°C ca. zwei bis vier Stunden drin. 

Deine getrockneten Pilze kannst du nun so wie sie sind in Weckgläser* füllen. Du kannst sie auch in einem Mixer zu feinem Pulver mahlen und dann umfüllen. So sind die Pilze lange haltbar und es lassen sich leckere Soßen und Suppen kochen.

Pilze einfrieren

Hast du deine Pilze geputzt und in mundgerechte Stücke geschnitten, können sie auch eingefroren werden. Am besten legst du die Stücke auf einem Küchenbrettchen aus und frierst sie über Nacht vor. Am nächsten Tag kannst du sie dann in einen Gefrierbeutel umfüllen. Das hat den Vorteil, dass die Pilze nicht zusammenfrieren und du die perfekte Menge entnehmen kannst. Willst du ein leckeres Gericht aus deinen gefrorenen Pilzen zaubern, werden diese nicht aufgetaut sondern tiefgefroren verarbeitet.

Die Zubereitung

Egal ob frisch, getrocknet oder gefroren. Mit Steinpilzen zauberst du immer ein leckeres Gericht. Wenn wir auf unserer Tour durch den Wald Steinpilze finden, gibt es Abends immer Bandnudeln mit einer Steinpilz-Sahnesoße. Dazu kochen wir Bandnudeln, braten die Steinpilze mit Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne an und löschen das ganze mit etwas Sahne ab. Mit frischen Gewürzen ein bisschen verfeinern, etwas Salz und Pfeffer und fertig ist ein mega leckeres Abendessen. Speckwürfel passen auch noch gut hinein, aber Melo ist ja Veggie 😉

Steinpilze finden leckeres gericht
Steinpilze finden und zubereiten

Weitere köstliche Steinpilzgerichte findest du hier.

Steinpilze finden – Unser Fazit

Wir lieben es Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Und gerade im Herbst wenn die Temperaturen etwas kühler werden, die Witterung feucht und neblig ist und der Wald in rot und gelb Tönen leuchtet. Wenn wir dann bei so einem Spaziergang auch noch Steinpilze finden können, ist das natürlich ein extra Bonbon. Und wenn nicht, ist es nicht weiter schlimm. Denn ein Spaziergang durch so eine tolle Natur tut einfach gut und gibt uns wieder Kraft.

Steinpilze finden im Moos

Darum wollen wir hier auch keine bestimmten Stellen verraten. Geht einfach raus und genießt die Natur. Mit etwas Glück kannst du Steinpilze finden. Eine Garantie gibt es nie. Selbst wenn du dich an die ganzen theoretischen Tipps wie den richtigen Wald etc. hältst. Das ist die Natur. Wild und unberechenbar. Wenn du keine Pilze findest, hast du trotzdem einen schönen Tag an der frischen Luft verbracht. Und wenn du doch welche entdecken solltest, denk bitte immer dran, nur so viel wie erlaubt ist zu sammeln. Das schont die Natur und wir werden noch viele Jahre köstliche Steinpilze finden können. 

Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg auf deinen Streifzügen durch die Wälder.

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